Montag, 10. Oktober 2011

Ich bin hier falsch...

Brrr, war das ein nass-kaltes Wochenende. Da fühlt man sich doch irgendwie am falschen Ort und wäre lieber im Süden bei weitaus wärmeren Temperaturen. Viel schlimmer ist es aber, wenn es dabei nicht ums Wetter, sondern um den eigenen Beruf geht. Wenn die Arbeit zur Qual wird und die Gedanken die meiste Zeit woanders sind, ist es vielleicht Zeit für eine Veränderung...



Die Deutschen sind mit ihrer Arbeit immer weniger zufrieden, nur noch jeder Neunte zeigt hohes Engagement im Job. Eine Lösung: Das Hobby zum Beruf machen. Doch wer diesen Schritt wagt, muss aufpassen.

Glaubitz ist Berufsberaterin. Vor zwei Jahren hat sie das Buch geschrieben "Der Job, der zu mir passt". Wer in ihre Beratung kommt, geht nur noch mit Magenschmerzen zur Arbeit. "Viele Menschen glauben, was Spaß macht, muss Hobby bleiben", sagt die Expertin. Ein großer Irrtum.

Mit dem Glück auf der Arbeit ist es in Deutschland nicht weit her. "Seit Mitte der achtziger Jahre ist die Arbeitszufriedenheit stark zurückgegangen", sagt Karl-Heinz Ruckriegel, Volkswirt und Glücksforscher an der Hochschule Nürnberg.

2010 fand das Meinungsforschungsinstitut Gallup in Berlin heraus, dass nur noch jeder neunte Arbeitnehmer ein hohes Engagement zeigt. Die Zahl derjenigen, die überhaupt keine Lust mehr haben, stieg innerhalb von zehn Jahren von 15 auf 21 Prozent.

Als Matthias Nürnberger aus Schweinfurt sein Hobby zum Beruf machen will, ist die Unzufriedenheit längst Teil seines Alltags. Das Studium vorbei, das Anerkennungsjahr als Sozialpädagoge gerade geschafft - und doch ist er mit 30 Jahren seines Berufes überdrüssig.
Am Anfang stehen Fragen

Während er tagein, tagaus soziale Härtefälle betreut und Berichte darüber schreibt, denkt er immer öfter an sein Hobby: Musik. In seiner ersten Band spielte Nürnberger mit elf Jahren. "Nur den Mut, damit auch meinen Lebensunterhalt zu verdienen, den hatte ich nie", sagt der heute 34Jährige.

Der Sänger und Songwriter wagt es 2007 schließlich doch - und spielt gleich 115 Shows, deutschlandweit. Ein Jahr später ist der Musiker mit dem Künstlernamen Senore Matze Rossi schon für 155 Auftritte gebucht. Er singt in Clubs von Hamburg bis München. Dass der Mann mit der Gitarre Sozialpädagoge ist, wissen im Publikum die wenigsten.

Nicht immer verläuft der Umstieg vom verhassten Beruf zum geliebten Hobby so geradlinig wie bei Nürnberger. "Wer in seinem Beruf unzufrieden ist, denkt nicht sofort an das Hobby", sagt Berufsberaterin Glaubitz. Die meisten kämen lediglich mit dem Wunsch, etwas anderes zu machen. (...zum Artikel...)


Quelle: sueddeutsche.de

Ich fühle mich in der Weiterbildungsbranche "pudelwohl" und genieße es, euch Tag für Tag bei Fragen zum Thema Aus-, Fort- und Weiterbildung zu helfen. Wie steht Ihr zu eurem Beruf? Hat vielleicht jemand von euch schon sein Hobby zum Beruf gemacht? Erzählt mir doch eure Geschichte!

Viele Grüße,
Eure