Montag, 19. Dezember 2011

Der richtige Smalltalk...

Die einen lieben ihn, die anderen hassen ihn - den Smalltalk. Das kurze Gespräch auf dem Gang oder in der Kantine kann aber durchaus hilfreich sein. Vorausgesetzt, man führt den Smalltalk auch richtig...
 
Smalltalk im Beruf ist wichtig. Aber durch die Möglichkeiten der modernen Kommunikation leidet das Feingefühl für geschäftliche Hierarchien. Das kann bei realen Aufeinandertreffen Gift für die Karriere sein. Wer Erfolg haben will, sollte bei einer Plauderei mit beruflichem Hintergrund ein paar Dinge beachten.



So langsam wird der innere nach oben zeigende Daumen zum Problem. Man kennt diesen Daumen von Facebook: Viele Leute nehmen sich jeden Tag die Zeit, um beinahe alles, was ihre virtuelle Freunde im sozialen Netzwerk posten, mit einem Click auf den "Gefällt-mir"-Button zu bewerten. "Daumen hoch" heißt es dann selbst für aberwitzige, banale oder problematische Postings, zumeist verbunden mit meinungsfreudigen und wenig reflektierten Kommentaren.

Im Rahmen von Facebook fällt diese Inflation von Meinungen schon gar nicht mehr auf. Die Gemeinschaft bewertet munter vor sich hin. Das soziale Netzwerk lebt davon. Schwierig wird es jedoch, wenn diese Art der Kommunikation auch die Gespräche in der Wirklichkeit prägt. Zum Beispiel den Smalltalk im Berufsleben, also den scheinbar beiläufigen Austausch mit Kollegen, Vorgesetzten oder Kunden, der für die Karriere wichtig sein kann, weil in diesen wenigen Minuten die ersten Eindrücke entstehen, die über vieles, was später folgt, mitentscheiden.

Wir leben in einer Kultur, die scheinbar von jedem verlangt, immer und überall seine Meinung kundzutun", sagt die Hamburger Kommunikationstrainerin Martina Cyriax mit Blick auf die sozialen Netzwerke. Hinzu kommt, dass durch die Möglichkeiten der modernen Kommunikation auch das Feingefühl für geschäftliche Hierarchien leidet. "Immer mehr junge Leute gehen davon aus, dass die Kluft zwischen Einsteigern und Vorgesetzten oder langjährigen Kunden heute geringer ist als früher, nur weil sie die E-Mail-Adresse dieser Leute in ihren Kontakten haben."

Bevor es E-Mail und Business-Netzwerke wie Xing gab, standen zwischen Einsteiger und Chef oft mehrere Etagen und eine strenge Dame im Vorzimmer. Da entstand Demut ganz von allein. Heute dagegen gaukeln direkte Kontakte oft eine Nähe vor, die in der geschäftlichen Realität gar nicht gegeben ist.

Zu viel Meinung, zu wenig Demut - beim Smalltalk mit geschäftlichem Hintergrund ist diese Kombination pures Gift. Martina Cyriax weiß das aus Erfahrung: Als Coach nutzt sie die Pausen ihrer Seminare für Smalltalk-Experimente, die ausdrücklich misslingen dürfen. Sie probiert dann unbequeme Haltungen oder unpassende Themen aus und merkt, wie schnell die Kommunikation ins Stocken gerät, wenn sie professionelle Distanz vermissen lässt und die anderen mit Meinungen befeuert. "Smalltalk, der stockt, erfüllt jedoch nicht seinen Zweck als Schmierstoff zwischen den Menschen", sagt sie. "Smalltalk ist im besten Sinne ein Einstiegsangebot zur Kommunikation und bietet die Grundlage für alles, was folgt. Zum Beispiel für tiefgehende Business-Besprechungen oder Personalgespräche mit dem Vorgesetzten."

Die Beraterin ist sich sicher: Wer schon beim Einstieg überzeugt, hat es später einfacher, wenn es richtig zur Sache geht. (> zum Artikel)

Quelle: sueddeutsche.de
Viele Grüße, Eure

Freitag, 16. Dezember 2011

Gutes Schenken

Wer beim weihnachtlichen Schenken nicht nur konsumieren, sondern auch was Gutes tun möchte, für den habe ich heute einen schönen Vorschlag: Der "Bund für Umwelt- und Naturschutz" (BUND) hat die Webseite CO2nachten.net ins Leben gerufen, auf der man CO2-Einsparungen verschenken kann.



"Jeder Mensch produziert täglich 30 kg CO2. An Weihnachten fast das Doppelte." kann man dort erfahren. Um diese weihnachtliche Zusatzbelastung für sich selbst und andere zu neutralisieren, kann man sich auf der Webseite für einen begrenzten Zeitraum dazu verpflichten, regionale Produkte zu kaufen, Leitungswasser zu trinken oder morgen kalt zu duschen (*brrr*). Diese Selbstverpflichtung kann man dann an Freunde und Familie weiterverschenken.

Die ökologische Geschenkidee kommt gut an. Schon mehr als 200 Leute verschenken zu Weihnachten eine geringere Umweltbelastung. Und auch ich habe heute schon mitgemacht: Ich werde jetzt 12 Wochen lang meine Wäsche nur noch an der Luft trocknen - und dabei 54 kg CO2 einsparen.

Nur eine Sache geht meiner Meinung nach überhaupt nicht: Margarine statt Butter auf's Brot finde ich absolut unerträglich! Und was wäre Euer "No-Go"?

Einen fröhlichen 4. Advent
wünscht Euch Eure

Mittwoch, 14. Dezember 2011

Die Arbeit der Anderen


Wer schon lange mit seiner Arbeit unzufrieden ist und sich auf dem Weg ins Büro jeden Morgen fragt, ob er nicht doch lieber Bauer, Arzt oder sonstwas hätte werden sollen, dem kann jetzt geholfen werden: Berufe-Simulatoren für den PC sind in letzter Zeit ein angesagter Trend. Hier kann man virtuelle Äcker pflügen und Blinddärme herausoperieren. Aber was bringt Menschen dazu, nach Feierabend den Arbeitsalltag anderer nachuzspielen?



Der Bürgermeister von Sauberhausen hat dem Schmutz den Kampf angesagt. Das Kehrfahrzeug steht schon in strahlendem Orange in der digitalen Werkshalle. Gang rein, Bürste raus, Warnleuchte an, Wasserdüse auf: Mit Maus und Tastatur rücken PC-Spieler elektronischen Müllhaufen zu Leibe. Es ist die Welt des "Kehrmaschinen-Simulators".

Der Titel mag skurril sein, verkauft sich aber ordentlich - und befindet sich außerdem in großer Gesellschaft. Ob Busfahrer, Landwirt oder Holzfäller: Seit etwa drei Jahren sind Berufe-Simulatoren seltsam erfolgreich. Vor allem Tätigkeiten, die nicht gerade im Verdacht eines Traumberufs stehen, scheinen eine bizarre Faszination zu haben.

"Erleben Sie den realen Arbeitstag eines Straßenreinigers!", ist keine Drohung, sondern ein Werbeslogan. Und mit dem Müllabfuhr-Simulator kann man, so die Verkaufsbotschaft, "selbst Hand an Bio- und Restmülltonne legen" und den "schweren Job des Müllmanns" erleben. Das kommt gut an: In den Media-Control-Charts für Spiele bis 28 Euro belegen die meist günstigen Simulatoren regelmäßig Spitzenplätze. Ein wichtiges Erfolgselement vieler Programme sind große Maschinen. Besonders oft werden Berufe simuliert, deren Arbeitsplatz hinter dem Lenkrad ist. Ob Tank-, Liefer- oder Abschleppwagen, Lkw oder Pistenraupe: Es gibt kaum ein Führerhaus, das nicht digital besetzt werden kann.

Wer wollte als Kind nicht immer mal Traktor fahren oder einen Mähdrescher bedienen?", fragt Dirk Ohler, Leiter Produktmanagement von Marktführer Astragon, der unter anderem den Landwirtschaftssimulator entwickelt. [...] Kurz nach Sonnenaufgang die Milchkühe füttern, zwischendurch Gerste aus dem Silo verkaufen und am Nachmittag mit Traktor und Stalldungstreuer aufs Feld hinaus fahren - so sieht der entschleunigte Alltag in der Simulatorwelt aus.

Kindheitswünsche und Landlust mögen den Erfolg des Landwirtschaftssimulators erklären - was aber ist mit Programmen wie dem Kehrmaschinen-Simulator? "Wir haben intern bei diesem Titel in der Tat lange diskutiert", sagt Ohler. Am Ende habe man beschlossen, das Experiment zu wagen. "Für ein Nischenprodukt ist der Titel gut angekommen."

Warum das so ist, interessiert auch Christoph Klimmt. Der Professor für Publizistik beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Theorie von Computerspielen. Nach seiner Beobachtung weichen die Berufe-Simulatoren in einem wesentlichen Punkt von der üblichen Spielmechanik ab. "Fast alle Computerspiele funktionieren nach dem Leistungsprinzip", sagt er. "Bei den meisten Alltagssimulatoren ist das nicht der Fall." Während Spieler bei Autorennen immer besseren Zeiten hinterherjagen oder in Rollenspielen ihre Figur weiterentwickeln, ist das digitale Straßenfegen ein überaus kontemplativer Zeitvertreib - ohne Druck, Hektik und Highscore. [...] Im Vordergrund steht die Beschäftigung, nicht eine Entwicklung oder Herausforderung. 




[...] Authentizität gilt als entscheidendes Qualitätskriterium. Viele Entwickler bemühen sich daher um Lizenzen, um echte Markenmodelle wie zum Beispiel eine original Rundballenpresse umsetzen zu dürfen. Wer die Wirklichkeit so realistisch wie möglich auf den Bildschirm bannt und eine vielschichtige Illusion schafft, kreiert schließlich eine Welt, in der sich der Spieler leichter verlieren kann. Der Kehrmaschinensimulator bietet daher nicht nur "verschiedene Verschmutzungsarten", sondern auch drei detaillierte Fahrzeuge. Der Bürgermeister von Sauberhausen wird wohl auch in Zukunft fleißige Arbeiter finden - aus welchen Gründen auch immer.
Quelle: sueddeutsche.de

Ich frage mich gerade, wie ein Simulator für meinen Beruf aussehen müsste. Wie wäre das bei Euch? Und würde irgendjemand ein solches Spiel kaufen?

Viele Grüße,
Eure

Montag, 12. Dezember 2011

Omas Online-Tipps

Je älter meine Kinder werden und je reifer und weiser ich selbst werde, desto mehr frage ich mich, welche Lebensweisheiten ich meinen Enkeln eines Tages mit auf den Weg geben möchte. Denn offensichtlich ist die Weitergabe kluger Ratschläge eine zentrale Aufgabe von Großmüttern. Meine Oma jedenfall hat mir früher immer ganz Vorträge gehalten: "Spare in der Zeit, dann hast du in der Not", "Kleine, du müsstest mal wieder zum Friseur" oder "Lass dich bloß nicht mit diesem Jungen ein" waren Klassiker großelterlicher Fürsorge.

Doch - um der Wahrheit die Ehre zu geben - keiner dieser klugen Sätze konnte mir im Leben weiterhelfen. Die wirklich wichtigen Dinge musste ich mir selbst hart erarbeiten. Deshalb habe ich hier ein paar Tipps zusammengestellt, die meine Oma mir hätte geben sollen:











Quelle: www.behance.net

Das ist nützlich!

Viele Grüße,
Eure

Dienstag, 6. Dezember 2011

Lasst uns froh und munter sein...

Nicht nur für die Kinder ist heute ein ganz besonderer Tag. Auch viele Erwachsene freuen sich immer noch auf den Nikolaus. Und auch ich hatte heute morgen Glück: In meinem Stiefel fanden sich tatsächlich einige Leckereien.

Obwohl wir diesen Tag jedes Jahr am 6. Dezember begehen, wissen viele nur sehr wenig über den Ursprung dieses Festes. Oder wusstet Ihr, dass der Heilige Nikolaus tatsächlich eine historische Person ist? Und warum wir bis heute seinen Gedenktag feiern? Weshalb bringt der Nikolaus Geschenke? Und wer ist eigentlich Knecht Ruprecht, der stets an seiner Seite unterwegs ist?

In diesem Quiz könnt Ihr heute Euer Wissen über den Mann testen, der vor mehr als 1700 Jahren gelebt hat und der trotzdem bis heute hoch aktuell ist: Klickt hier...

Viel Spaß und einen fröhlichen Nikolaustag
wünscht Euch Eure

Freitag, 2. Dezember 2011

Ein Blick in die Zukunft...

Wie sieht die Arbeitswelt in der Zukunft aus? Für alle, die sich diese Frage schon einmal gestellt haben, gibt es jetzt eine Antwort - oder zumindest eine Prognose...
Flexibles Arbeiten jenseits des Büros, projektbezogene Aufträge, wachsende Bedeutung von Wissen: Die Arbeitswelt wandelt sich rapide - und stellt die Beschäftigten vor neue Herausforderungen. Denn sie müssen mit größerer Unsicherheit leben und lernen, sich ständig zu vermarkten. Ein Überblick über die wichtigsten Entwicklungen in der Arbeitswelt.
Quelle: sueddeutsche.de / dpa
Und es verändert sich ständig irgendetwas: Alte Berufe verschwinden und neue entstehen, Wissen veraltet und neue Fähigkeiten sind gefragt. Gestern wurde gelobt, wer seinem Arbeitgeber ein Leben lang treu blieb. Heute ist begehrt, wer sich in mehreren Jobs qualifiziert hat.

Am deutlichsten haben sich die Bedingungen, unter denen die Menschen arbeiten, gewandelt. Noch vor 100 Jahren war die Fabrik das Zentrum der Arbeiter. Große Industrieanlagen beherrschten die Arbeitswelt. Es ging darum, die Arbeit an den Werkbänken zu "humanisieren", so dass die Menschen sicher und körperlich unversehrt ihre Tätigkeit verrichten konnten.

Auch heute sind die Arbeitsbedingungen an die Menschen anzupassen. Doch Humanisierung in der modernen Arbeitswelt bedeutet zum Beispiel, psychische Belastungen zu mindern oder den Zeitdruck abzufedern, den die Mobilität mit sich bringt. Zehn Trends, welche die Arbeitswelt von morgen bestimmen, haben sich in dieser Serie herauskristallisiert.

Die Mobilität. Die westliche Welt befindet sich im Übergang von der industriellen zur nachindustriellen Wirtschaft. Die digitale Revolution fordert die Gesellschaft heraus. Sie stellt die alten, gut eingefahrenen Strukturen in Frage, ja löst sie teilweise sogar auf. "Den" festen Arbeitsplatz wird es bald nicht mehr geben. Schon heute arbeiten viele mobil, schlagen ihr Büro dank Laptop und Blackberry mal hier und mal dort auf. Damit sind für Unternehmen die Mitarbeiter ständig und überall verfügbar. Für die Beschäftigten lösen sich Zeitgrenzen auf. Arbeitstage, die um neun Uhr beginnen und um 17 Uhr enden, werden seltener. Immer mehr Menschen arbeiten selbstbestimmt, legen Arbeitszeit und Freizeit eigenständig fest: Die große Herausforderung wird sein, die Balance zu finden und Grenzen selbst zu ziehen.

Das Wissen.
Wissensarbeit ist zu einer dominierenden Form der Erwerbsarbeit geworden. Teamorientierte Projektarbeit ist auf dem Vormarsch. Hierarchien werden unwichtig, sind von gestern. Morgen ist "Chef", wer gerade ein Projekt betreut. Der Erfolg von Firmen wird immer mehr davon abhängen, wie die Wissensarbeiter zusammenarbeiten und wie kreativ sie dabei sind. Dabei läuft ohne Kooperation und Vernetzung im Job bald gar nichts mehr. Man trifft sich in Netzwerken wie Facebook oder Google+.

Die Dienstleister.
Arbeit wird nicht weniger, sie wird nur anders. Das zeigt sich bereits an der Bedeutung der Wirtschaftsbereiche. Noch vor sechzig Jahren arbeitete hierzulande gut ein Viertel aller Beschäftigten in der Land- und Forstwirtschaft und in der Fischerei. Heute sind es gerade noch knapp zwei Prozent. Mehr als zwei Drittel der Beschäftigten ist inzwischen in den Dienstleistungen tätig. Damit hat sich der Anteil seit 1950 mehr als verdoppelt. Die wissensbasierten Dienste boomen, aber auch die sozialen: Familiendienste jeglicher Art, von der Kinderbetreuung bis zur Altenpflege, werden wichtiger...

(... hier gehts zum Artikel)
Quelle: sueddeutsche.de

Was erwartet ihr von der "Arbeit in der Zukunft"? Ichbin gespannt auf eure Visionen und Ideen!
Jetzt wünsche ich euch allen aber erst einmal ein schönes Wochenende.

Liebe Grüße, Eure