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| Quelle: materna-tmt.de |
Immer mehr deutsche Klassenzimmer verwandeln sich: Smartboards, Tablets und digitale Schulbücher erobern Schulbänke und Lehrerpulte. Doch wie setzt man die neue Technik sinnvoll ein und wem nützt sie?
Wenn André Spang unterrichtet, bleibt die Tafel oft leer, die Kreide unbenutzt. Der 45-Jährige lehrt am Kölner Kaiserin-Augusta-Gymnasium Religion und Musik. Dicke Wälzer und staubige Karten fehlen hier allerdings. Spang setzt in seinem Unterricht auf Tablet-PCs. Seit einem Jahr sind an seiner Schule 30 iPads im Einsatz.
Damit liegt die Schule voll im Trend. Nicht nur die Tablets mit ihren berührungsempflindlichen Bildschirmen und den verschiedenen Applikationen drängen auf den Schulmarkt. Intelligente Tafeln, die man mit Spezialstiften oder Händen beschreibt, und auf denen man Filme gucken und sich durchs Internet klicken kann, sind im Vormarsch. Auch digitale Bücher, die bequem auf dem eigenen PC oder Tablet durchgeblättert werden können, suchen sich ihren Weg zu neugierigen Schülern : multimedial und immer schnell aktualisiert.
Die Klasse von André Spang haben sich mittlerweile daran gewöhnt, wenn ihr Lehrer die wuchtigen schwarzen Koffer in den Klassenraum rollt und die iPads austeilen lässt. In seinem Unterricht erarbeiten sie Faltblätter, Plakate, Präsentationen und schreiben ein eigenes "Wiki", ein Online-Nachschlagewerk. "Es ist ein Online-Heft, in das nur Schüler und Lehrer unserer Schule schreiben können. 90 Prozent des Inhalts wurde aber von den Schülern erstellt. Sie bilden darin das ab, was sie machen", erklärt Lehrer Spang. Dass seine Schule gerade iPads für solche Arbeiten benutzt, ist eher praktischen Umständen geschuldet: Der Raum mit den Computern war ständig überbelegt, Laptops wären schlicht zu schwer durch die Schule zu transportieren gewesen. Spang nutzt regelmäßig Apps im Unterricht, lässt Schüler auf den digitalen Klavier-Tasten des Tablet-Screens Musik komponieren oder ihre Präsentationen mit dem Aufnahmeprogramm aufzeichnen.
[...] So multimedial versiert wie beispielsweise Korea ist Deutschland jedoch noch lange nicht. Korea will bis 2015 all seine Unterrichtsmaterialien digitalisieren - von der Grundschule bis zur Oberstufe.
Der Verein "Schulen ans Netz" sieht noch große Defizite in der technischen Ausstattung deutscher Klassenräume. "Die Schüler sind immer mehr von digitalen Medien geprägt, die Schule darf da nicht hinten anstehen, sondern muss mitmachen", meint die Geschäftsführerin des Bonner Vereins, Maria Borsch. Sie fordert auch eine bessere Fortbildung von Lehrern. Denn längst nicht jeder könne die neuen Medien pädagogisch sinnvoll im Unterricht einsetzen.
Kritiker fürchten, dass mit dem Einzug der digitalen Medien der Verfall der Schrift kommt. Online-Karteikarten statt handschriftlicher Aufzeichnungen, Blogeinträge statt Diskussionen in der Klasse – das Verlernen des Lernens, das Ende der schulischen Kommunikation? [...]
Quelle: dw.de
Das ist zwar eine spannende Entwicklung, aber auch irgendwie schade. Denn womit sollen sich zukünftige Schülergenerationen diese grandiosen Schlachten liefern, wenn sie keine Kreidestummel mehr als Wurfgeschosse vorfinden? Mit iPads ist das jedenfalls nicht zu empfehlen!
Habt Ihr auch schon Erfahrung mit der neuen Technologie im Bereich Weiterbildung gemacht? Fänd' ich interessant...
Viele Grüße
Eure



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